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Buchen

Ein grünes Lächeln steht für gute Luft

Mosca stellte im IGO das CO2-Messgerät "Schnuffi" vor. Das Gerät soll in Schulen und Kindergärten eingesetzt werden.

 

19.03.2021, 06:00 Uhr

Mosca stellt in Zusammenarbeit mit dem OKW das CO2-Messgerät „Schnuffi“ her. Der Prototyp wurde von Bürgermeister Roland Burger und Bürgermeister Thorsten Weber in den Rathäusern Buchen und Limbach getestet. Foto: Tanja Radan

 

Buchen. (tra) Schüler und Büromitarbeiter kennen es gleichermaßen: Wenn sich mehrere Menschen in einem Raum befinden, muss regelmäßig gelüftet werden, um einer Infektion mit dem Coronavirus vorzubeugen. Aber im Alltag geht der gute Vorsatz, regelmäßig zu lüften, dann doch öfter unter. Hier kommt nun das von der Firma Mosca entwickelte CO2-Messgerät "Schnuffi" ins Spiel.

Wie der Name bereits andeutet, hatten die Entwickler insbesondere auch Schüler und Kindergartenkinder im Blick: Solange "Schnuffi" grün lächelt, ist die Luftqualität gut, wenn der Smiley seine Farbe wechselt, wird es Zeit, das Fenster aufzumachen. Für Erwachsene gibt es "Schnuffi" übrigens auch ohne lachendes Gesicht – stattdessen zeigt ein farbiger Kreis an, wie es um die Zimmerluft bestellt ist.

CO2-Ampeln wie "Schnuffi" haben seit Beginn der Pandemie an Bedeutung gewonnen: Das Coronavirus wird unter anderem durch Aerosole übertragen. Das sind Tröpfchen, die beim Ausatmen entstehen, sich im Raum verteilen und bei infizierten Menschen Viren enthalten. Da Aerosole, wie Mosca in einer Pressemitteilung erläutert, nur mit großem Aufwand gemessen werden können, verwendet man zur näherungsweisen Bestimmung stattdessen die CO2-Konzentration, da beide Konzentrationen gewissermaßen Hand in Hand gehen. "Schnuffi" misst nun die CO2-Konzentration in Räumen und warnt, wenn die Luftqualität sich verschlechtert.

Schnuffi“ warnt bei schlechter Luft.

Am Donnerstagnachmittag stellte Mosca-Geschäftsführer Roman Henn das neue Gerät im Beisein von Bürgermeister Roland Burger aus Buchen und seinem Amtskollegen Thorsten Weber aus Limbach vor, die in ihren Rathäusern die Prototypen testeten und hochzufrieden sind. "Wir werden in der Stadtverwaltung alle Räume, in denen sich mehrere Personen aufhalten, mit dem Gerät ausstatten", so Burger.

Und Bürgermeister Weber hat "Schnuffi" bei der Landtagswahl in den Limbacher Wahllokalen erfolgreich getestet. Nun haben Schulen und Kindergärten des Landkreises die Möglichkeit, "Schnuffi" zum Selbstkostenpreis zu bestellen. Die Geräte können dann auch in Büros, Besprechungszimmern, Wartezimmern – also in allen Räumen, in denen Menschen zusammenkommen – eingesetzt werden, um das effektive Lüften zu unterstützen.

"Schnuffi" wird nicht nur das soziale Miteinander sicherer machen, sondern ist auch durch ein gutes Miteinander entstanden: Zwei Lehrerinnen, Claudia Hampe (Rektorin der Seckachtalschule) und Sabine Ehrler-Janny von der Theodor-Frey-Schule in Eberbach, fanden, dass für Schulen eine bezahlbare CO2-Ampel entwickelt werden müsste. "Lehrer müssen sich in Zeiten der Pandemie selbst helfen. Vom Kultusministerium bekamen wir nur die Empfehlung, alle 20 Minuten die Fenster zu öffnen", sagte Hampe, die das Lüften effektiver umsetzen wollte. Sabine Ehrler-Janny hat sich dann hingesetzt und selbst an einer Ampel getüftelt.

Durch einen glücklichen Zufall gelangten die Lehrerinnen dann an Roman Henn, der von der Idee begeistert war. "Einige unserer Ingenieure, die selbst Kinder haben, arbeiteten mit Hochdruck daran, das Gerät zu entwickeln", so der Mosca-Geschäftsführer. Mosca nahm daraufhin Kontakt zu Christoph Schneider von den Odenwälder Kunststoffwerken auf, woraufhin das OKW die Produktion des "Schnuffi"- Gehäuses übernahm. Für das Gerät werden nur hochwertige Bauteile verwendet. Dennoch sollen die Schule und Kindergärten die CO2-Ampel zu einem angemessenen Preis bekommen. "Viele Produkte, die auf dem Markt sind, sind überteuert", so Henn.

Bürgermeister Thorsten Weber ist davon überzeugt, dass "Schnuffi" sowohl den Lehrern als auch den Schülern den Alltag erleichtern wird. "Das Lüften sorgte in vielen Klassen für Verunsicherung, nun sehen die Kinder und Lehrer genau, wann es wieder Zeit ist, die Fenster zu öffnen." "Schnuffi" wird somit neben Tests und Impfungen seinen Teil dazu beitragen, das soziale Zusammenleben in Pandemiezeiten besonders in Schulen und Kindergärten sicherer zu machen.

"Gerade bei steigenden Inzidenzen und drohenden Schul- und Kita-Schließungen müssen wir alle Mittel nutzen, Unterricht und Betreuung in Schulen und Kindergärten möglich zu machen, indem wir die Räume zu sicheren Orten machen", so Mosca.

Info: www.raumluftueberwachung.de

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