das ist bei uns so los...

Seckachtalschule Anne Geyer sorgt an zwei Tagen für Schulsozialarbeit an der Grundschule / Halbe Stelle auch für Großeicholzheimer Schule

Nach fünf Monaten schon unverzichtbar

Archivartikel01. Februar 2020 Autor: Sabine Braun (sab)

Schulsozialarbeiterin Anne Geyer spricht mit den Seckacher Grundschülern über Gefühle, die das Leben schön machen und über solche, die weh tun.

Seit August 2019 ist Schulsozialarbeiterin Anne Geyer an der Seckachtalschule im Einsatz. Und schon jetzt unverzichtbar, sagt Schulleiterin Claudia Hampe.

Seckach. „Können wir mal kurz reden?“ Mit der Bitte kommt ein Drittklässler ins Büro von Anne Geyer. Dann sprechen die junge Schulsozialarbeiterin und der Schüler ein bisschen miteinander, bei geschlossener Tür natürlich. Und wenn alles gut läuft, finden beide gemeinsam eine Strategie, um das Problem des Jungen zu lösen.

Seit August ist die 25-Jährige aus Schneeberg im Auftrag der Caritas an drei Schulen im Bauland tätig: Zweieinhalb Tage in der Woche ist sie am Ganztagsgymnasium in Osterburken tätig, einen halben Tag in der Grundschule Großeicholzheim und zwei Tage in der Seckachtalschule. Die beiden Seckacher Grundschulen gehören damit zu den wenigen im Kreis mit Schulsozialarbeit.

Durch Sport der Region verbunden

Anne Geyer studierte Soziale Arbeit, eine Zusatzausbildung absolvierte sie in Erlebnispädagogik. Den Weg in die Region fand sie über den Sport: Früher kickte die Schneebergerin bei den Klinge-Fußballerinnen. Beim TSV Buchen absolvierte sie ein soziales Jahr.

Der Drittklässler, der sie neulich in ihrem Büro besuchte, hatte ein Problem mit seiner Aggressivität. Der Junge spürte das auch selbst, konnte aber nichts gegen seine Wutanfälle tun, erzählt Anne Geyer den FN. Die junge Sozialarbeiterin sprach mit dem Kind und gab ihm einen „Wutball“, den man pressen kann, um die Energie erst einmal abzuleiten. „Mal schauen, ob ihm das hilft. Dann sehen wir weiter.“

Immer mittwochs in der großen Pause hat Anne Geyer Sprechstunde. Ihr Angebot ist offen für alle, kostenlos, vertraulich, freiwillig und, ganz wichtig: neutral. Schon ab 7.15 Uhr steht die Tür ihres kleinen Büros gleich neben den Klassenzimmern offen – und die Kinder kommen einfach hereinmarschiert. Sie erzählen auf Nachfrage ein bisschen von sich, kommen aber bald auf ihre Schwierigkeiten zu sprechen. Die reichen von Problemen daheim bis zu Sorgen wegen der Noten, von Ärger mit Mitschülern über Schulangst bis zu Schlafproblemen. ADHS, Autismus, Dyskalkulie – alles kommt vor.

Schulleiterin Claudia Hampe staunt, dass bereits die Sieben- bis Zehnjährigen ihre Schwierigkeiten in Worten ausdrücken können, schließlich gehe es „um die Seele“.

Einzelfallhilfe und Gruppenarbeit

Damit die Schüler so viel Vertrauen zu der Sozialarbeiterin gewinnen konnten, war Vorarbeit nötig: Claudia Hampe stellte die „Neue“ in den Klassen vor, erklärte ihre Aufgabe und zeigte den Kindern das Büro, in dem die neue Ansprechpartnerin zu finden ist. Und sie stellte die Sozialarbeiterin im Kollegium vor.

Anne Geyer hilft in Einzelfällen, macht aber auch viel Gruppenarbeit mit den Kindern.

Ziel der Schulsozialarbeit ist vor allem Prävention: Den Kindern soll geholfen werden, bevor die Schwierigkeiten riesig groß werden. Und da ist es umso besser, je früher man ansetzt.

Schon bisher gab es Unterstützung im Schulhaus in Seckach, allerdings nur für die „Großen“, also für die Fünft- und Sechstklässler der Schefflenztalschule. Diese wird gemeinsam von Seckach, Schefflenz und Billigheim getragen, und dort ist Schulsozialarbeiterin Michaela Greß mit ebenso großem Engagement im Einsatz.

Mitte 2018 wurde erstmals über Schulsozialarbeit auch für die Grundschule, also für die Seckachtalschule, nachgedacht, berichtet Claudia Hampe. Der Bedarf wurde durch das Staatliche Schulamt Mannheim erhoben. Das Ergebnis überraschte auch die Schulleitung.

Der Antrag auf Schaffung einer 50-Prozent-Stelle wurde am 10. Dezember gestellt. Vorangegangen waren ein entsprechender Beschluss der Gesamtlehrerkonferenz und Gespräche mit dem Caritasverband. Uwe Wurz vom Staatlichen Schulamt unterstützte die Schaffung der Schulsozialarbeitstelle ausdrücklich. In seiner Sitzung am 13. Mai 2019 stimmte der Gemeinderat Seckach dem Antrag der Schule auf Förderung zu. Schulsozialarbeit sei heute ein ganzheitliches, lebensweltbezogenes und lebenslagenorientiertes Leistungsangebot der Kinder- und Jugendhilfe vor Ort, erläuterte Bürgermeister Thomas Ludwig damals. Alle Schüler profitierten davon, nicht nur die mit Hilfebedarf.

„Schulsozialarbeit ist ein Qualitätsmerkmal einer Schule. Sie hilft Schülern, sich auf ihrem Weg zum mündigen Bürger die nötigen Sozialkompetenzen anzueignen. Sie wissen dann später bei eventuellen Konflikten, wie sie sich richtig verhalten“, betont Ludwig gegenüber den FN. Außerdem entlaste Schulsozialarbeit die Lehrkräfte, die sich besser auf ihre eigentlichen Kernaufgaben konzentrieren könnten.

Das Ziel: Alle Schüler erreichen

Natürlich ist es eine Herausforderung, an Gymnasium und Grundschule zugleich zu arbeiten, sagt Anne Geyer. Auch Claudia Hampe wäre froh, die Schulsozialarbeiterin ganz für die Seckachtalschule zu haben. Denn Anne Geyer arbeitet bislang nur mit den Schülern der ersten und der dritten Klasse. Ziel wäre es, das Angebot auszuweiten und alle Kinder zu erreichen. Anne Geyer sei mit großem Engagement dabei und nach fünf Monaten schon unverzichtbar. „Der Bedarf ist da. Die Kinder nehmen das Angebot gut an, die Eltern sind dankbar. Schon jetzt reichen die zwei Tage eigentlich nicht“, sagt die Schulleiterin.

Doch zunächst freut sich Claudia Hampe, dass das Projekt Schulsozialarbeit an der Grundschule in Seckach gut gestartet ist. „Das stärkt die Gemeinschaft und schweißt zusammen, wenn man spürt und lernt, dass man gemeinsam Probleme meistern kann.“ Prävention sei so wertvoll, weil die Kinder lernten, mit Konflikten umzugehen und sensibler werde, unterstreicht auch Anne Geyer.

„Was mir wichtig ist“, sagt Claudia Hampe, „ist der Weg vom ’Ich’ hin zum ’Wir’.“

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 01.02.2020

Schulsozialarbeit in Seckach

Schulsozialarbeit bedeutet – nicht nur in Seckach – die Beratung, Begleitung und Unterstützung der Kinder bei familiären, persönlichen, sozialen und schulischen Problemen. Ein weiterer Aufgabenbereich der Schulsozialarbeit ist die Vermeidung und der Abbau von Bildungsbenachteiligungen. Dazu kommt die Unterstützung der Erziehungsberechtigten.

Rückblickend erinnert Claudia Hampe daran, dass der Antrag auf Förderung der Schulsozialarbeit (eine 50-Prozent-Stelle) an der Seckachtalschule Ende 2018 gestellt wurde. Hintergrund war die veränderte schulische Situation. Die Lebensbedingungen der Schüler seien vielfältiger geworden, so Claudia Hampe. Verändertes Freizeitverhalten, Bildschirmkonsum und das immer präsente Handy sorgen für neue Herausforderungen und schwierige Gruppenprozesse.

Die Seckacher Grundschüler sind eine bunte Gemeinschaft. Sie kommen aus sozial schwachen Familien und gut gestellten Elternhäusern, es gibt Kinder aus dem Jugenddorf „Klinge“ und Flüchtlingskinder mit schwierigen Lebenserfahrungen.

Auch der Elternbeirat befürwortete die Schulsozialarbeit, ebenso wie das Staatliche Schulamt Mannheim. Die Schulsozialarbeit in Seckach sei sowohl hinsichtlich der schulischen als auch der sozialen Problemstellungen sinnvoll. „Die Integration benachteiligter Schüler, die Förderung der Mit- und Selbstbestimmung, die Hinführung zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung sowie die Förderung des sozialen Lernens sind weitere wünschenswerte Effekte, die die Einführung der Jugendsozialarbeit an der Seckachtalschule notwendig machen“, so das Schulamt in seiner Stellungnahme zu Antrag.

Erfahrener Träger der Schulsozialarbeit an den Seckacher Grundschulen und am GTO ist der Caritas-Verband Neckar-Odenwald, der weitere Schulsozialarbeiter in benachbarten Schulen beschäftigt, darunter auch in den Grundschulen in Adelsheim, Osterburken, Walldürn und Buchen.

Der Einsatz von Anne Geyer ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Die Kosten für die halbe Schulsozialarbeiterstelle in Seckach und Großeicholzheim liegen bei 32 500 Euro pro Jahr. Je 8350 Euro kommen als Förderung vom Land Baden-Württemberg und vom Neckar-Odenwald-Kreis. 15 800 Euro übernimmt die Gemeinde.

Seckachtalschule „Klassenmusizieren“ mit der Vier-Kanal-Mundharmonika kommt bei den Schülern gut an / Erster Auftritt beim Tag der offenen Tür am 18. Mai

„Das motiviert und stärkt das Gemeinschaftsgefühl“

Archivartikel16. Februar 2019 Autoren: Sabine Braun (sab)

Gemeinsam Mundharmonika zu spielen motiviert die Schüler und vor allem macht es Spaß. Das finden auch die Viertklässlerinnen Mia, Nelia und Emelie von der Seckachtalschule. Dort wurde das „Klassenmusizieren“ für die dritte und vierte Klasse eingeführt. © Sabine Braun (sab)

Sie ist klein, liegt gut in der Hand und klingt schön: Die Mundharmonika „Speedy“. Den Seckacher Dritt- und Viertklässlern macht es großen Spaß, damit gemeinsam zu musizieren.

Seckach. „Wer will einmal vorspielen?“, fragt Musiklehrerin Tatjana Bader in die Runde, und sofort fliegen mehrere Hände in die Höhe. Drei Mädchen scheuen sich kein bisschen, ihre Künste zu demonstrieren, obwohl die Frau von der Zeitung zuhört. Erst seit wenigen Monaten haben die Schüler der 4b der Seckachtalschule ihre Instrumente, doch „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ aus 14 Harmonikas klingt schon überraschend gut. Der Rhythmus stimmt, kaum ein falscher Ton mischt sich unter die Melodie.

Alle machen gerne mit

„Wir sind total überrascht, dass das so gut gelaufen ist“, freut sich Tatjana Bader. „Es machen alle mit, und zwar gerne.“ Sie hatte im vergangenen Sommer die Idee den Instrumentalunterricht in den Musikunterricht zu integrieren. Bei Rektorin Claudia Hampe stieß sie mit dem „Klassenmusizieren“ auf offene Ohren. Die Schulleiterin bezeichnet sich als sehr musikorientiert, spielt selbst Violine. 20 Minuten Mundharmonika sollten dauerhaft in die Musikstunde der Dritt- und Viertklässler eingebaut werden, so der Plan von Tatjana Bader.

Musizieren macht glücklich

Für das gemeinsame Musizieren der Kinder haben die Lehrerin und die Rektorin viele gute Argumente: Kinder, die Musik machen, haben ein stärkeres Selbstwertgefühl, sie lernen nachweislich leichter Fremdsprachen, sie können sich besser konzentrieren, und vor allem: Musik machen macht glücklich. Wer es nicht glaubt, muss sich nur die Kinder in der Seckachtalschule anschauen.

Preiswert und pflegeleicht

Natürlich motiviert es auch und stärkt das Gemeinschaftsgefühl, wenn die ganze Klasse gemeinsam übt und Fortschritte macht.

Speziell für die Vier-Kanal-Mundharmonika spricht, dass sie preiswert und pflegeleicht ist. Sie kann leicht überall mit hingenommen werden – im Gegensatz zu Geige, Cello, Trompete, Klavier und Co.

Die Töne entstehen durch Blasen und Ziehen, „schräge“ Klänge wie bei Streichinstrumenten gibt es nicht. Klar ginge auch eine Blockflöte, aber vielleicht ist die Mundharmonika doch „cooler“. Auf jeden Fall sind alle Schüler der 4b, auch die Jungs, mit Begeisterung dabei, erzählt die Musiklehrerin.

Erfolg stellt sich schnell ein

Was Tatjana Bader und Claudia Hampe – und wahrscheinlich auch die Schüler – besonders beeindruckt: der rasche Erfolg. „Wahnsinn, wie schnell die das lernen.“ Schon nach wenigen Übungsstunden konnten die Kinder kleine Melodien spielen. Los ging es mit Kinder- und Weihnachtsliedern, nach „oben“ gibt es keine Grenzen. Demnächst folgen komplizierte Rhythmen und es wird zweistimmig musiziert. Wer später noch weiter machen will, hat die Wahl: Folkmusik, Blues-Klassiker, Filmmusik („Spiel mir das Lied vom Tod“) und viele andere Titel sind ohne Mundharmonika nicht denkbar. Komponisten wie Ralph Vaughan Williams haben für das erst um 1820 entwickelte Instrument geschrieben.

Im „Klassenmusizieren“ geht es aber nicht nur um die Lieder: Beim Musik machen lernen die Kinder Noten erkennen und schreiben, Takt- und Rhythmusgefühl. Die theoretischen Elemente werden so unmittelbar praktisch erfahrbar. „Kompetenzen des Musikunterrichts werden größtenteils integrativ durch das Musizieren erworben“, bringt Claudia Hampe es auf den Punkt.

Über das Gelernte werden auch Arbeiten geschrieben – „Klassenmusizieren“ ist also keineswegs nur Spielerei.

Eltern sind begeistert

Natürlich waren die Eltern von Anfang eingebunden. Im September hatte sich Tatjana Bader an die Erziehungsberechtigten gewendet und über das Vorhaben und die entstehenden Kosten informiert. Denn um zu Hause üben zu können, und nicht zuletzt aus hygienischen Gründen, sollte jedes Kind sein eigenes Instrument bekommen. Gut fünf Euro kostet die ausgewählte Harmonika „Speedy“. Für das Begleitheft „Speedy Kids“ fielen noch ein paar Euro an. Die Gemeinde übernahm die Hälfte der Kosten des Hefts.

Von den Eltern kamen nur positive Rückmeldungen, berichtet Claudia Hampe. Die Kinder seien begeistert heimgekommen und spielen auch zu Hause. Das habe den Eltern gefallen. Für viele Schüler könnte das kostenlose Harmonikaspielen der Einstieg in die Musikwelt sein. Nicht zuletzt könne man mit dem Schulmusizieren versteckte Talente entdecken und wecken.

Schon jetzt freuen sich alle auf den ersten großen gemeinsamen und öffentlichen Auftritt beim Tag der offenen Tür am 18. Mai. Dann werden alle Dritt- und Viertklässler gemeinsam Mundharmonika spielen. Und im nächsten Schuljahr geht das Projekt mit den dann neuen Drittklässlern nahtlos weiter.

Singen wird nicht vernachlässigt

Neben dem Harmonikaspiel wird das Singen ebenfalls weiter geübt. Denn auch in dem Bereich haben die Dritt- und Viertklässler einiges vor: Sie werden am 27. Juni beim „6k United“ mitmachen, bei einem der wohl größten interaktiven Musikprojekte für junge Leute. Dabei werden 6000 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 14 Jahren in der SAP-Arena in Mannheim vorab einstudierte Lieder zusammen singen. Es bleibt also noch viel zu tun . . .

© Fränkische Nachrichten, Samstag, 16.02.2019

 

 

 

Gemeinsamer Anschnitt der Geburtstagstorte als Höhepunkt

19. Mai 2019 Bilder: Fränkische Nachrichten

1/2Rektorin Claudia Hampe übergab die Urkunden an die Sieger von Schulkunst- und Schwimmwettbewerb. © Liane Merkle

besonderes Highlight forderte Rektorin Hampe die aktuellen und die Erstklässler „vor 60 Jahren“ auf, die große Geburtstagstorte gemeinsam anzuschneiden. © Liane Merkle

 

 

 

Seckach.„Die Einweihung des neuen Schulgebäudes am 3. November 1959 war nicht nur für die damalige Schulfamilie ein bedeutendes Ereignis, sondern für die gesamte Gemeinde ein Symbol des Aufschwungs und des Wachstums“, so Bürgermeister Thomas Ludwig im Rahmen eines Festtages zum 60-jährigen Bestehen der „Schule am Esch“, der heutigen Seckachtalschule.

Auf die Historie der Seckacher Bildungseinrichtung eingehend erinnerte er daran, dass die heute als Rathaus dienenden alten Schulgebäude in der Ortsmitte von Seckach angesichts der rasant zunehmenden Einwohnerzahl samt einem Kinderboom damals endgültig zu klein geworden war. Im Beisein zahlreicher Bürger Bürger erinnerte Ludwig – auch namens der Schulleitungen mit Rektorin Claudia Hampe von der Seckachtalschule und Schulleiter Markus Hebestreit von der Schefflenztalschule – an den allgemeinen Wandel im örtlichen Bildungsangebot und an die steten Anstrengungen für einen zeitgemäßen Schulalltag.

Nicht nur das neue Schulgebäude entstand damals, sondern es wurde auch die heutige Anbindung an die Bahnhofstraße gebaut (der „Schulbuckel“), weil der alte Weg über die Eschstraße samt schienengleichem Bahnübergang als Schulweg viel zu gefährlich gewesen wäre.

Gleichzeitig wurde mit diesem Ausbau der Infrastruktur aber auch der Grundstein für die weitere bauliche Entwicklung in den sechziger Jahren mit dem Hallenbad und der Seckachtalhalle gelegt. Es entstand eine attraktive campusähnliche Gemengelage, die in den nächsten Jahren mit dem Neubau des Kindergartens eine weitere Bereicherung erfahren wird. Was als Volksschule begann, war in diesen sechs Jahrzehnten zahlreichen Reformen unterworfen: Da war der Wandel zur Grund- und Hauptschule, die zeitweise Funktion als Nachbarschaftsschule sowie schließlich die Weiterentwicklung der Hauptschule zur Werkrealschule alten und neuen Typs.

„Freilich haben längst nicht alle – von oben – verordneten Veränderungen den Verantwortlichen vor Ort Freude bereitet, aber die jeweiligen Schulleitungen, Gemeinderäte und Bürgermeister reagierten stets konstruktiv und entwickelten den Schulstandort zum Wohle der nachwachsenden Generationen zielstrebig weiter.“

„Ort des Lebens“

Mit den Baumaßnahmen einher ging daher auch der kontinuierliche pädagogische Ausbau, welcher sich letzten Endes an den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen orientiert. In der Neuzeit ist damit auch in der Grundschule insbesondere die Schaffung von ganztägigen Betreuungsangeboten gemeint, was nichts anderes bedeutet, als dass sich die Schule immer mehr von einem „Ort des Lernens“ in einen „Ort des Lebens“ verwandelt.

Warum diese sechs Jahrzehnte „Schule am Esch“ nicht nur ein hervorragender Grund für die heutigen „Nutzer“, aber auch für alle ehemaligen Schüler, Eltern und Bedienstete ist, Dank zu sagen, sondern früher wie heute ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in der gesamten Gemeinde Seckach ist, zeigte sehr deutlich das erfolgreiche Programm zum gelungenen „Tag der offenen Tür“.

Bereits der offizielle Teil „mit viel Musik und wenig Reden“ war äußerst lebendig und die Aula voller begeisterter Besucher, die mit Beifall nicht sparten. Den musikalischen Auftakt bildete der „Schulfestsong“ mit dem Schulchor unter der Leitung Svenia Eberle und Tatjana Bader, für die gekonnte Moderation des Festakts zeichnete nach ihrer Begrüßung Rektorin Claudia Hampe verantwortlich, die auch die Urkunden an die Sieger von Schulkunst- und Schwimmwettbewerb übergab.

Das weitere begeisternde Eröffnungsprogramm gestalteten die Mundharmonikagruppe der Klassen 3, 4a und 4b unter Leitung von Tatajana Bader, das Mandolinen- und Gesangsensemble der Klassen 5 und 6 b der Schefflenztalschule unter Regie von Jonas Hanselmann und schließlich glänzten die Klassen 1 und 2 mit dem gesungenen Schattenspiel „Die Vogelhochzeit“, das sie mit Simone Trenkle und Tatajan Bader einstudiert hatten. Als besonderes Highlight forderte Rektorin Hampe nach den Grußworten von Bürgermeister Ludwig, Kerstin Köpfle als Vorsitzende des Schul- und Hallenbadfördervereins sowie Elternbeiratsvorsitzenden Franka Balagula die aktuellen und die Erstklässler „vor 60 Jahren“ auf, die große Geburtstagstorte gemeinsam anzuschneiden und so den „Tag der offenen Schulhaustür“ zu eröffnen.

Begeisterung und jede Menge Beifall ernteten Tanz-AG, Mini-Band und die Theater-AG mit dem Stück „Ein Roboter Heinzelmann“ auf der Aktionsbühne. Ganz hervorragend frequentiert waren die vielen Mitmachaktionen im Schulhaus, darunter die Farbzaubermaschine im Kunstatelier, das Hämmern im Werkraum, Knautschbälle basteln, Flipperspiel, Pflanzenverkauf, aber auch das Atelier „Künstlerwerkstatt“, die Power-Point-Präsentation „Seckacher Schulgebäude früher und heute“, die Ausstellungen „Hundertwasser“, „Jahreszeitenbäume“, „Vom Korn zum Brot“, „Natur im Jahr 2019“ oder die Möglichkeiten im „Forscherlabor“.

Im Schulhof genossen Jung und Alt mit viel Spaß das Kinderschminken sowie die Spielstraße und das Torwandschießen. Man kann also durchaus bestätigen „Die ehemalige „Schule am Esch“ und heutige Seckachtalschule“ ist in jeder Beziehung „in Bewegung“.

Für das leibliche Wohl hatten beim Tag der offenen Tür unter anderem der Elternbeirat sowie der Schul- und Hallenbadförderverein gesorgt.

© Fränkische Nachrichten, Montag, 20.05.2019

Hier finden Sie uns

Seckachtalschule
Schulstr. 5
74743 Seckach

Kontakt

sekretariat@

seckachtalschule.de

 

Telefon: 06292/1642

Fax:       06292/929305

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Seckachtal Schule